Sascha Pallenberg, Head of Digital Transformation für Daimler AG, Tech-Blogger und Web-Guru, spricht mit uns darüber, wie er die digitale Kommunikation von Daimler revolutioniert und dabei mit Storyclash den Überblick behält.

Die Social Media Strategie des Automobilkonzerns funktioniert. Aber was genau steckt dahinter und wieso ist Daimler so erfolgreich? Darüber, und warum “Information Overload” für Sascha Pallenberg kein Problem ist, haben wir mit ihm Anfang April gesprochen:


Storyclash: Sascha, du hast als Tech-Blogger gestartet und gestaltest nun die digitale Kommunikation eines Weltkonzerns mit. Was sind aus deiner Sicht die spezifischen Qualitäten von Bloggern, die für Corporates spannend sind, vor allem in Richtung Content?

Sascha: Ich denke, es ist generell wichtig, ein Teil dieser Mediendynamik zu sein. Man muss immer sehr schnell auf gewisse Veränderungen, die da draußen passieren, reagieren. Man hat das Momentum mitzunehmen, muss sehen, welche Trends es gibt, diese analysieren und sich dementsprechend positionieren.

Ich muss auch überhaupt einmal filtern, ob das interessant für mich ist und mir in irgendeiner Art und Weise etwas bringt. Ich glaube, es ist ein Vorteil zu wissen, wie Medien funktionieren aber es hilft natürlich auch zu sehen, was in diesem wahnsinnigen Übermaß und dieser Überflutung auf den verschieden Kanälen überhaupt relevant und wichtig für uns ist.


Storyclash: Im
Social Media Ranking der DAX 30 Corporate Communications Kanäle steht Daimler auf Platz 1. Auf welchem strategischen Zugang beruht dieser Erfolg? Wieviel Bauchgefühl bzw. datengetriebene Entscheidungen stehen dahinter?

Sascha: Im Frühjahr 2017 haben wir das erste mal dieses Ranking gesehen. Wir waren damals auf Platz 13 und das hat uns ehrlich gesagt ein bisschen geärgert. Aber ich will nicht sagen geärgert eigentlich hat uns das motiviert! Wir haben uns hingesetzt, Brainstorming betrieben und überlegt, wie wir über unsere Kanäle sei es auf LinkedIn, Twitter, Instagram besser kommunizieren, und ich sag mal auch, direkter kommunizieren können.

Das hat offensichtlich geklappt, denn im nächsten Jahr waren wir zum ersten Mal auf Platz 1. Und ich glaub in diesem Jahr sind wir’s immer noch. Ich denke, das ist ein gutes Beispiel was man hinbekommen kann, wenn man nicht in vereinzelten Silos in einer Unternehmenskommunikation sitzt, sondern sich wirklich zusammensetzt und Gedanken macht.


Storyclash: Du betonst immer wieder, wie wichtig es für Unternehmen ist, nicht nur Sender, sondern auch aktiver Zuhörer zu sein. Wie bewältigt ihr diese Herausforderung angesichts der exponentiell steigenden Anzahl an Gesprächen im digitalen Raum?

Sascha: Das frage ich mich manchmal auch. Ich glaube, es ist hier sehr wichtig für sich selbst entsprechende Filterregeln zu setzen. Storyclash nutzt ja im Grunde genommen auch boolesche Suchoperatoren. Ansonsten hat man zu viel Lärm da draußen und kann zu leicht das Notwendige verlieren. Ich versuche schon relativ früh morgens alle Infos über einen großen Funnel einzusammeln. Dann entscheide ich, ob ich darüber mehr wissen oder weniger sehen möchte und “funnle” runter.

Ja und dann ist’s natürlich ‘ne Sache von Dashboards bauen – und ihr seid da ganz groß! Storyclash ist ein Dashboard, das bei mir immer auf ist, um kontinuierlich informiert zu werden.

Es ist letztendlich eigentlich ein Full-time Job. Das Gute ist, wenn du sowieso über sehr viele Jahre konditioniert bist und ich bin’s auf Twitter über 11 oder 12 Jahre dann ist es ja etwas, dass du mehr oder weniger nebenher noch machen kannst. Du nimmst es gar nicht mehr so wahr, als ob du dir speziell Zeit dafür nehmen müsstest.


Storyclash: In punkto Krisenkommunikation: Wie geht ihr vor, wenn es neue Ereignisse gibt, die Daimler betreffen, um auf diese zu reagieren?

Sascha: Das aller allerwichtigste ist, erstmal zu analysieren. Man muss sich vorstellen, dass jedes Statement, was wir über unsere öffentlichen Kanäle herausgeben, natürlich für die gesamte Marke spricht, weltweit verfügbar sein wird und bei allen News Agenturen über den Ticker läuft. Da heißt es vor allen Dingen erst mal Ruhe bewahren anstatt in irgendeiner Art und Weise überzureagieren und im ersten Affekt Statements rauszuhauen. Lieber die Viertelstunde Zeit nehmen und korrekt analysieren, worum es dabei geht (Wer?, Wie?, Was?, Wann?). Das sind eigentlich fundamental journalistische Ansprüche, die man da auch an sich ansetzen muss und dann reagiert man da entsprechend in aller Souveränität, die die Lage gebietet. Aber ganz, ganz wichtig ist sich Zeit nehmen, entsprechend analysieren und auch wenn überall die roten Lämpchen leuchten, ruhig bleiben, sich zusammensetzen und zu überlegen.

 

Vielen Dank an Sascha Pallenberg für das spannende Gespräch!


Mercedes-Benz ist die #1 auf Social Media

Auch die Haupt-Marke der Daimler AG, Mercedes-Benz, hält die Pole Position auf den sozialen Netzwerken. Gemeinsam mit dem Fachmagazin W&V haben wir ein Jahresranking aller globalen Automobilmarken weltweit erstellt. Hier das Ergebnis: Mercedes-Benz weltweit Nr. 1 auf den sozialen Netzwerken unter allen globalen Automobilmarken


Die größte Automobilmarke auf Social Media vertraut auf Storyclash

Die Daimler AG setzt im Bereich Unternehmenskommunikation auf eine strukturierte und datengetriebene Herangehensweise und überlässt nichts dem Zufall. Daimler nutzt unter anderem Storyclash, um:

  • Relevante Medien und eigene Marken über sämtliche Social Media Kanäle zu monitoren
  • Schnell auf Krisen reagieren zu können
  • Influencer zu entdecken und zu analysieren
  • Mitbewerber in Echtzeit zu beobachten

Mercedes-Benz Social

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